Der Juli – „Dach über´m Kopf“

Der Juli – „Dach über´m Kopf“

Unglaublich, wie schnell so ein Neubau wächst…

Aus dem Baubüro kann man nun nicht mehr über den Neubau hinweg sehen. 

Im  1. Obergeschoss, über den Eurythmieräumen, beginnen Anfang Juli die Schalungsarbeiten  für das erste Dach.  

Ende Juli ist das Dach betoniert; wir haben also das  erste „Dach über ´m Kopf“. 

Die Schule erhält auf allen Dachflächen später eine Dach-Begrünung

Im Innenbereich tut sich im Juli auch etwas: die Elektriker sind da und montieren die Kabelrinnen für die Verteilung der Elektrokabel, stemmen Schlitze und bohren die Löcher für die Steckdosen und Schalter. 

Parallel zu den Arbeiten auf der Baustelle laufen die nächsten Ausschreibungen z.B. für die Parkett- und Bodenbelagsarbeiten und die Kücheneinrichtung. Der enge Baukreis trifft sich mehrmals im Monat mit einigen Personen aus dem erweiterten Baukreis um z.B. die Farben der Fliesen und Bodenbeläge zu bestimmen, sowie das Parkett auszusuchen. Die Geschmäcker sind sehr unterschiedlich. Aber anhand des Farbkonzeptes, das von dem leider 2019 plötzlich verstorbenen Farbgestalter Heiner Nienhaus waldorfspezifisch erstellt wurde, gibt es dann doch schnell eine Einigung. 

Unsere Farbmuster für Parkett,  Boden- und Wandfliesen

Am 30. Juli 2021 beginnen die Sommerferien; die Arbeiten gehen weiter, denn in den Sommerferien 2022 soll die Schule fertig sein. 

Unsere Grundsteinlegung

Unsere Grundsteinlegung

Ein ganz besonderes Ereignis war am 16. Juli 2021 unsere Grundsteinlegung. 

Die Grundsteinlegung eines Gebäudes erfolgt normalerweise in den Fundamenten oder der Sohlplatte eines Gebäudes. 

Ursprünglich wollten wir es ebenfalls so handhaben, aber natürlich unter Mitwirkung und im Beisein der Menschen, für die wir diese Schule bauen: Für die Schülerinnen und Schüler, die zurzeit die Schule besuchen und für alle die, die noch folgen werden. 

Aber zu Zeiten der Betonage der Bodenplatte war die Schule leer – für uns ein Grund, eine Alternative zu suchen.  Unser Grund-„Stein“ soll  seinen Platz jederzeit sichtbar hinter Glas in einer Wand im Foyer des neuen Schulgebäudes bekommen.  

Das Behältnis des  „Grundsteins“ sollte ein gedrechselter, zylindrischer Hohlkörper werden, der mit Bildern aus jeder Klasse, von den Mitarbeiter*Innen und Eltern gefüllt wird. Er wurde von Günter Schleicher, Vater einer Schülerin, nach einem Entwurf von Peter Groh hergestellt und ist ein Kunstwerk aus einem Stück Ahornstamm geworden. 

Der Tag war leider sehr verregnet, sodass die Feierstunde in die Aula verlegt werden musste, aber es war eine sehr stimmungsvolle Grundsteinlegung. Hier einige Impressionen: 

Eröffnungs-Tusch

Kleines Grundstein-Theaterstück  der SMV

Eurythmie 

Handwerkerlied der 3. Klasse 

Grußwort des Elternbeirates

Verlesen des Grundstein-Spruchs unserer Schule

Im Anschluss an die Feierstunde wurde der „Grundstein“ dann – provisorisch – in die vorgesehene Nische im Neubau gestellt. Gefüllt ist er mit Bildern zum Thema „Was wünschen wir der Schule“, die von jeder Klasse und den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Schule gemalt wurden. 

Frau Söldner, Frau Tanner und Frau Graf vom Festekreis haben die Nische mit einem wunderschönen Rosenbogen geschmückt. 

Unser Grundsteinspruch 

Menschen wachsen durch Liebe und Freude. Menschen lernen und lehren,
erleben und verstehen gemeinsam:

alle Lebewesen zu schützen, die Erde fruchtbar zu erhalten, den Geist zu durchlichten,
die Seele zu weiten,
den Leib zu pflegen
im Frieden miteinander.

Das ist es, was wir wollen,
wofür wir leben
mit der Bitte um Hilfe aus der geistigen Welt.

Mögen alle Wesen glücklich sein.
Mögen wir glücklich sein.
Mögen wir in Frieden leben im Einklang mit der Schöpfung. Mögen wir gesund sein und unsere Herzen öffnen
und jeden Tag leben in voller Verantwortung für uns, unsere Schulgemeinschaft,
unsere Erde und alle Lebewesen.

Möge der Geist unsere Arbeit erleuchten und all unser Wirken durchdringen.
Mögen wir Ruhe und Besinnung pflegen
und unsere Taten und Worte mit Achtsamkeit gestalten.

Mögen wir beschützt und behütet sein.

Zu Dir, o Gottesgeist, wenden wir uns kraftvoll
und mit allen Sinnen.
Heile, erhalte, begleite uns.
Wir vertrauen auf deine geistige Führung und deinen Schutz.

Verfasserin: Gertrud Eiselen

Linie 1 – 12. Klassspiel

Linie 1 – 12. Klassspiel

Am 27. und 28.07. präsentierte die 12. Klasse zum Ende ihrer Waldorfschulzeit die musikalische Revue „Linie 1“ von Volker Ludwig (Buch, Liedtexte) und Birger Heymann (Musik).

„Eine junge Ausreißerin aus der Provinz landet um 06:14 Uhr am Bahnhof Zoo in Berlin, auf der Suche nach ihrem Märchenprinzen, einem Berliner Rockmusiker. Sie bleibt auf der U-Bahn-Linie 1 hängen, dem „Orientexpress“ nach Kreuzberg. Ihr begegnet ein Kaleidoskop großstädtischer Typen und Schicksale. Mit ihrer Naivität wirkt das Mädchen wie ein Katalysator, provoziert Kontakte, Reaktionen und Handlungen, die ohne sie nie geschehen würden. Eine Show, ein Drama, ein Musical über Leben und Überleben in der Großstadt, über Hoffnung und Anpassung, Mut und Selbstbetrug, zum Lachen und Weinen, zum Träumen – und zum Nachdenken über sich selbst.“ (www.felix-bloch-erben.de)

Mit großer Spielfreude, Witz und Engagement schlüpften die Schülerinnen und Schüler der 12. Klasse in ihre Rollen, erfüllten sie mit Leben und bescherten dem Publikum einen hoffentlich unvergesslichen Abend!

Individuell bleiben in der Gemeinschaft – der Elternbeirat malt

Individuell bleiben in der Gemeinschaft – der Elternbeirat malt

Auch einige Vertreterinnen des Elternbeirats möchten sich mit einem Bauzaun-Bild am Projekt beteiligen. Die Idee von Sabine Guhr, Johanna Kern, Ramona Lorz und Christina Schneider war, in ihrem Bild die besondere Schulgemeinschaft der Waldorfschule darzustellen: Jeder darf ein Individuum sein und wird nach seinen Fähigkeiten gefördert,  aber nur mit einem guten  Zusammenhalt und enger, sozialer (Ver-)Bindung zu den Menschen, allen Lebewesen und der Natur kann Gemeinschaft existieren und sich gegenseitig befruchten. 

Im Mittelpunkt der Waldorfpädagogik steht immer das Kind, das sich frei nach seinen Fähigkeiten ohne Druck entwickeln darf in die für sie/ihn gute und eigene Richtung. 

Schnell war zusammen mit der Künstlerin Hannelore Heider eine Idee für die Umsetzung dieser Aussage gefunden und der erste Entwurf war gemacht. 

Die Malerinnen in Aktion.

Bei der Ausführung fanden viele Elemente des täglichen Waldorf (Schul-)lebens ihren Platz: Geometrie, Musik, Eurythmie, Kunst, Gartenbau, Bewegung, Kreativität, Menschlichkeit, Herzlichkeit etc. 

Das fertige Bild…

 

… mit den liebevoll gestalteten Details

Hausbauepoche in der 3. Klasse

Hausbauepoche in der 3. Klasse

In der dritten Klasse ist die Hausbauepoche ein wichtiger Bestandteil des Unterrichts. Die Klasse beschäftigt sich mit den Behausungen der Naturvölker, mit Höhlen, Iglus, Lehmhütten, Runddörfern, Jurten u.ä., und natürlich auch mit dem Hausbau, von der Planung durch den Bauherren und den Architekten bis zum Richtfest und der Vollendung des Hauses.

Die Kinder lernen die einzelnen Gewerke und Handwerker kennen, die beim Hausbau beteiligt sind.

Dann planen sie selbst ein Bauwerk, welches auf dem Schulgelände errichtet wird und für die Schulgemeinschaft von Nutzen ist. so ist in diesem Schuljahr auf unserem Schulgelände eine prächtige Natursteinmauer mit einem Anteil Fachwerk-, Lehm- und Weidetechnik entstanden.

12. Klassspiel der Freien Waldorfschule Haßfurt

12. Klassspiel der Freien Waldorfschule Haßfurt

Am 27. Juli 2021 um 18.30 Uhr

Die Veranstaltung ist aufgrund der Corona-Beschränkungen ausschließlich nur für Eltern und Schüler der Schule bestimmt.

Zum Stück:

Eine junge Ausreißerin aus der Provinz landet um 06:14 Uhr am Bahnhof Zoo in Berlin, auf der Suche nach ihrem Märchenprinzen, einem Berliner Rockmusiker. Sie bleibt auf der U-Bahn-Linie 1 hängen, dem „Orientexpress“ nach Kreuzberg.

Ihr begegnet ein Kaleidoskop großstädtischer Typen und Schicksale. Mit ihrer Naivität wirkt das Mädchen wie ein Katalysator, provoziert Kontakte, Reaktionen und Handlungen, die ohne sie nie geschehen würden.

Eine Show, ein Drama, ein Musical über Leben und  Überleben in der Großstadt, über Hoffnung und Anpassung, Mut und Selbstbetrug, zum Lachen und Weinen, zum Träumen –  und zum Nachdenken über sich selbst.