Erster Baufortschritt ist zu sehen
Ein bisschen Zeitverzögerung brachten dann die aufwendigen Bodenuntersuchungen, aber seit Anfang Oktober kann man täglich einen Baufortschritt sehen.
Ende Oktober: Schnurgerüst
Ein bisschen Zeitverzögerung brachten dann die aufwendigen Bodenuntersuchungen, aber seit Anfang Oktober kann man täglich einen Baufortschritt sehen.
Ende Oktober: Schnurgerüst
Nun ist es September 2020 geworden, bis wir mit dem Bau beginnen konnten.
Zuerst waren Rodungsarbeiten des Geländes notwendig, um dann den Oberboden abzutragen und zu entsorgen.
Dabei hatten die Arbeiter stets aufmerksame Zuschauer 😉
das letzte Mal spielen…
Rodung Juli 20
Frau Dr. Michaela Glöckler ist seit über 40 Jahren als Kinder-und Jugendärztin mit den Folgen zu frühen und zu intensiven Medienkonsums bei Kindern und Jugendlichen konfrontiert. Dabei geht es nicht nur um Defizite in Aufmerksamkeit und Konzentrationsvermögen, um Haltungsschäden, Bewegungsmangel und Übergewicht; es geht auch um die Zunahme von Empathieverlust, Depressionen und Aggressionen.
Neben diesen gesundheitlichen Fragestellungen macht sich Frau Dr. Glöckler aber auch Sorgen um die Selbstverständlichkeit, mit der man die rund um das Lernen in der Schule und den Umgang mit den digitalen Endgeräten zu Hause verbundene Datenerhebung der kommenden Generationen in Kauf nimmt. Ältere Jugendliche und Erwachsene können selbst entscheiden und überschauen, was mit ihren Daten geschieht. Und so wie ältere Menschen mühelos mit 60, 70 oder 80 Jahren noch anfangen Internetrecherchen zu machen, Bilder zu bearbeiten, Videos aufzunehmen und E-Mails zu versenden, ist es sachlich nicht gerechtfertigt, dass man diese Fähigkeiten bereits im Kindergarten veranlagen muss, anstatt die altersentsprechenden Begabungen eines Vorschulkindes zu fördern.
Schon seit Jahren vergeht kaum ein Tag, an dem nicht Aktuelles zum Thema Digitalisierung zu lesen oder zu hören ist. Und nicht zuletzt hat die Corona-Pandemie das Ihrige dazu beigetragen, dass einer umfassenden Ausstattung der Kinder und Jugendlichen mit digitalen Endgeräten auch im Schulunterricht kaum mehr etwas entgegensteht. Wenn da nicht umfassender Erfahrungen von Kinderärzten, Neurologen, Neuropsychologie und betroffenen Eltern und Pädagog*innen vorliegen würden, die Grund haben, vor einem Einsatz in Kindergarten und Grundschule zu warnen.
Diese Warnungen korrespondieren mit den Grundprinzipien der Waldorfpädagogik. Denn diese fokussieren sich zum einen auf die altersspezifischen Entwicklungsbegabungen der Kinder und Jugendlichen und zielen zum anderen konsequent darauf ab, Eigeninitiative, Selbstwirksamkeit und kreatives Vermögen zu fördern. Diese aber werden durch die Vorgaben der Unterhaltungs- und Lernsoftware nur im vorgelegten Rahmen angesprochen und nicht unmittelbar unterstützt.
Eine Orientierungshilfe für Eltern und alle, die Kinder und Jugendliche begleiten, hat das Bündnis für humane Bildung, dem die Professoren Manfred Spitzer, Gertraud Teuchert-Noodt, Ralf Lankau und Edwin Hübner neben anderen prominenten Fachleuten und Journalisten angehören, einen Ratgeber herausgegeben mit dem Titel: „Gesund aufwachsen in der digitalen Medienwelt“ (ISBN 978-3-9820585-0-4). Das gute an diesem Ratgeber ist, dass er altersentsprechend aufgebaut ist und konkrete Hilfen an die Hand gibt, was man mit Kindern tun kann, wenn man die Bildschirmzeit reduzieren will. Diesen Ratgeber möchte Frau Glöckler allen wärmstens ans Herz legen, die Interesse an diesem Thema haben, allerdings keine Möglichkeit, den Vortrag zu besuchen.
Der Vortrag von Dr. Michaela Glöckler findet am 15.10.2020 um 19.00 Uhr in der Schulaula der Freien Waldorfschule in den Mainauen, Am Ziegelbrunn 10, 97437 Haßfurt, statt.
Um Anmeldung telefonisch oder per Email über das Schulbüro wird gebeten (www.waldorfschule-hassfurt.de). Der Eintritt ist frei (Spenden erbeten).
Wir stehen in den Startlöchern für den Bau eines neuen Schulgebäudes für die Klassen 1 – 8, inkl. einer neuen Küche mit Mensa, einigen Fachräumen sowie Räumen für die Mittagsbetreuung. Wir freuen uns sehr, dass einige schwierige Hürden überwunden sind und nun der Baubeginn in greifbare Nähe gerückt ist.
Wir bedanken uns besonders bei der Stadt Haßfurt für ihren Einsatz für unsere Waldorfschule, sodass wir auf dem jetzigen Grundstück „in den Mainauen“ bleiben und dort anstelle des vorhandenen Altbaus ein neues Schulgebäude errichten können.
Der Neubau des Schulgebäudes wird auf dem östlichen Grundstücksbereich errichtet. Nach dessen Fertigstellung werden die Klassen aus dem Altbau in das neue Gebäude ziehen. Erst danach werden wir den Großteil des Altbaus abreißen. Das Souterain- und das Erdgeschoss des Altbaus werden zu ca. einem Drittel erhalten bleiben, um in ihm später die Schmiede und einige Arbeitskreisräume zu errichten. Parallel dazu erfolgt die Umgestaltung des Schulgeländes.
Durch diesen Bauablauf kann der Schulbetrieb der Klassen 1 – 8 während der Bauzeit weiterhin im Altbau stattfinden. Das spart eine Containerschule während der Bauzeit und damit hohe Kosten. Von der Baumaßnahme bleibt das Oberstufengebäude mit den Klassen 9 – 13 weitgehend unberührt.
Um das Grundstück herzurichten wurde im Sommer 2019 ein vorhandenes Wohnhaus abgerissen. Viel Arbeit, die in Eigenleistung von Eltern und Mitarbeiter*innen durchgeführt wurde, war notwendig, um das Haus zunächst zu entkernen.
Vor den Herbstferien war wurde unsere Schmiede vom Grundstück entfernt und auf ein Nachbargrundstück ausgelagert, damit auch während der Bauphase das Schmieden und Steinmetzen stattfinden kann
Inzwischen sind die Anträge zum Schulgebäude-Neubau bei der Regierung von Unterfranken und dem Landratsamt Haßfurt eingereicht. Wir rechnen mit einem Baubeginn spätestens im Mai 2020. Die Vorfreude ist groß.
Die bisher am Bau beteiligten Fachplaner sind:
Architekt: Plus+ Bauplanung, Neckartenzlingen
Haustechnik: BaurConsult, Haßfurt
Tragwerksplanung: Rützel Ing. GmbH, Hosenfeld
Außenanlagen: Specht Landschaftsarchitektur, Tübingen
Bauphysik: knp Bauphysik, Köln
Brandschutz: Klaus Huber, Ebersbach
Küchenplanung: MFA Großküchentechnik, Litzendorf
Vermessung: Borst Vermessung, Bergrheinfeld
Corona bedingt konnte dieser Termin nicht gehalten werden, aber im Juni 2020 erhielten wir endlich die schulaufsichtliche Genehmigung. Da auch die Baugenehmigung vorliegt, war es an der Zeit, endlich die Ausschreibungen zu veröffentlichen. Aufgrund gesetzlicher Vorgaben werden wir den Großteil der Aufträge öffentlich ausschreiben müssen, was bedeutet, dass sich theoretisch Firmen aus ganz Europa für die Ausführung der Bauarbeiten bewerben können. Der Baubeginn ist nun für den 15. September 2020 geplant.
Inzwischen haben natürlich die Planungsfirmen weitergearbeitet. So hat beispielsweise Landschaftsarchitekt Specht und sein Team den folgenden Plan der Außenanlagen entworfen, der auch genehmigt wurde:
Hier werden Spiel- und Ruhezonen alters- und anforderungsgerecht miteinander kombiniert. Sehr schön wird es – und vor allem sehr grün.
Ein anderes Beispiel dafür, dass im Hintergrund immer etwas – für Außenstehende leider Unsichtbares – passiert, ist das Farb- und Gestaltungskonzept:
Hier einige Beispiele:
Die Klassenräume erhalten z.B. alle Eichenholzparkett, die Flure im 1. OG rotes Linoleum. Dazu kombiniert werden die Lasuren für die Wände in den Farben entsprechend der Altersstufen.
Außen wird das neue Gebäude eine Holzverschalung bekommen, ähnlich wie auf diesem Foto zu sehen:
Wir wünschen uns jetzt, dass sich für die erste Leistung der Rohbauarbeiten ein zuverlässiges, regionales Unternehmen über die öffentliche Ausschreibung findet.
Letzte Aktualisierung: Juli 2020
Das 20. Schuljahr der Freien Waldorfschule in den Mainauen ging dieser Tage zu Ende. „Als diese Schule eröffnet wurde, seid ihr alle geboren, mit dem Ausblick ‚Diese Schule wartet auf Euch'“, sagte Oberstufenlehrer Peter Wolfrum bei der Verabschiedung der Entlassschüler. Im Schulgarten feierten insgesamt 21 Schüler der 13. Klasse ihre bestandenen Prüfungen. Acht Schüler verlassen die Waldorfschule mit dem Abitur und 13 Schüler mit der Mittleren Reife. Musikalisch umrahmte Lehrerin Julie Bandmann am Klavier die Feier.
Auf eine Ehrung der besten Schüler verzichtet die Schule bewusst, denn hier ist jeder gleich viel wert. „Wir sollten unsere Kinder in erster Linie zu Menschen erziehen und dann zu Ärzten, Anwälten oder Ingenieuren“, sagte Birgit Denzer-Schurig in ihrer Rede stellvertretend für alle Eltern. In ihrer Aussage finde sich auch der Anspruch und das Selbstverständis der Waldorfschule wieder, so die Mutter einer Abschlussschülerin.
Die beiden Absolventinnen Michelle Artes und Roberta Zühlke spiegelten die Schulzeit aus ihrer Sicht und dankten allen Lehrern auch im Namen ihrer Mitschüler für den lehrreichen und vertrauensvollen Unterricht.
„Bei den ehemaligen Abschlussjahrgängen hätte sicherlich eine größere Unruhe und Unsicherheit geherrscht“, lobte Joachim Brohm, Mitglied der Schulführung und Prüfungslehrer in Englisch, die scheidenden Schüler für ihre große Gelassenheit und Souveränität mit der sie die Prüfungen trotz Corona gemeistert haben.
Nach der coronabedingten Schulschließung war erst eine Woche wieder halbwegs normaler Unterricht, ehe schon die Prüfungen anstanden, die die Waldorfschüler an staatlichen, externen Schulen absolvieren müssen. Im Gegensatz zum Abitur an einem Gymnasium gibt es bei den Waldorfschülern keine Vornote, die in die Gesamtnote mit einfließt. „Es kommt auf die Tagesform am Prüfungstag an“, erklärte Schüler Elias Glauch, der das Abitur ablegte. Für den 20-Jährigen war es eine Reise ins Ungewisse, die er aber erfolgreich überstand. Seinen weiteren Lebensweg hat er bereits geplant. An der Fachhochschule Würzburg-Schweinfurt wird Elias Maschinenbau studieren und hat bereits einen Studienplatz sicher. Sein Berufswunsch geht in Richtung Prüfingenieur, wobei hierbei noch nicht das letzte Wort gesprochen sei, so der Absolvent.
Julia Fuchs ist eine der Schülerinnen, die die Mittlere Reife erfolgreich bestanden haben. Für sie war die Zeit in der Waldorfschule besonders im Hinblick auf die Kreativität, die man hier frei entfalten kann, besonders schön. Die junge Frau, die einmal Förderlehrerin werden möchte, wird erstmal ab September ein Freiwilliges Soziales Jahr an der Grundschule Haßfurt antreten.
Fotos:
1 Michelle Artes und Roberta Zühlke dankten den Lehrern für eine erfolgreiche Zeit an der Waldorfschule.
2 Acht Schüler verlassen die Waldorfschule Haßfurt mit dem Abitur und 13 Schüler mit der Mittleren Reife. Hier freuen sich alle gemeinsam über die bestandenen Prüfungen, die in der Zeit von Corona eine Herausforderung waren.
Foto und Text: Christian Licha – Licha Media
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Facebook. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Mehr InformationenSie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Instagram. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Mehr InformationenSie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von X. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Mehr InformationenSie müssen den Inhalt von reCAPTCHA laden, um das Formular abzuschicken. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten mit Drittanbietern ausgetauscht werden.
Mehr InformationenSie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Google Maps. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Mehr InformationenSie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Google Maps. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Mehr Informationen